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Deutsche Bank erwartet gesenktes Wachstumsziel für Tesla: Marge statt Masse?


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Bild: Tesla (Symbolfoto)

Bislang konnte Tesla bei seinen Elektroauto-Auslieferungen trotz aller Skepsis und Probleme fast immer ungefähr so schnell wachsen, wie es Anlegern kommuniziert hatte, und auch das Anfang 2021 veröffentlichte Ziel von durchschnittlich 50 Prozent Zunahme über mehrere Jahre hat bislang gehalten. Die Deutsche Bank geht davon aus, dass es auch nach dem Ende von 2023 noch übererfüllt sein wird. Für das Jahr darauf sagt sie jetzt allerdings viel weniger Wachstum bei Tesla voraus – was aber zumindest die Margen stützen soll.

2,1 Mio. Tesla-Auslieferungen in 2024

VIDEO: TESLA Preise - Masse statt Marge - Geht die Strategie auf?
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Nachdem CEO Elon Musk zu Beginn des Jahres unter günstigen Umständen noch bis zu 2 Millionen Tesla-Auslieferungen in 2023 für möglich erklärt hatte, wurden im Geschäftsbericht für das zweite Quartal nur noch das Ziel von 1,8 Millionen Verkäufen im ganzen Jahr und die langfristige Wachstumsrate von 50 Prozent wiederholt. Für das fast beendete dritte Quartal rechnen Analysten inzwischen mit einer Zahl unterhalb der gut 466.000 Elektroauto-Verkäufe in den drei Monaten zuvor.

Wie von dem Fondsmanager Gary Black vorhergesagt, hat sich die Konsens-Schätzung für Tesla in Q3 in dieser Woche weiter verringert. Die Deutsche Bank etwa senkte ihre Prognose laut einem Bericht von Investing.com auf 440.000, was etwa in der Mitte zwischen dem ersten und dem zweiten Quartal dieses Jahres liegen würde. In den letzten drei Monaten von 2023 soll es aber wieder aufwärts gehen; die Deutsche-Analysten rechnen damit, dass Tesla seine Prognose von 1,8 Millionen Verkäufen im ganzen Jahr nach Veröffentlichung der Q3-Zahlen bekräftigt.

Wenn sie sich einhalten lässt, hätte die Zahl seit den knapp 500.000 Tesla-Auslieferungen in 2020 um 260 Prozent zugenommen. Um dem Ziel von langfristig 50 Prozent Wachstum treu zu bleiben, müsste sie dann im nächsten Jahr um weitere gut 40 Prozent auf gut 2,5 Millionen steigen, etwas stärker, als 1,8 Millionen in diesem Jahr im Vergleich zu 2022 bedeuten würden. Das jedoch traut die Deutsche Bank Tesla laut dem Bericht nicht mehr zu: Stattdessen sagen ihre Aktien-Analysten etwa 2,1 Millionen Auslieferungen in 2024 voraus.

CEO Musk bislang für Masse statt Marge

VIDEO: TESLA PREISE 2024 - Preise werden fallen um Ziele zu erreichen!
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Damit hat das deutsche Institut seine Prognose für nächstes Jahr weit unter den Konsens gesenkt, der mit 2,3 Millionen ebenfalls unter den für jährlich 50 Prozent Wachstum seit Ende 2020 nötigen gut 2,5 Millionen liegt, aber nicht so weit. Auf der anderen Seite könne weniger angestrebtes Volumen auch weniger Preisdruck bei Tesla in 2024 bedeuten, schreiben die Analysten laut Investing.com.

Mitte 2020, als das Unternehmen gerade eine Brutto-Marge von 25 Prozent gemeldet hatte, erklärte CEO Musk, Tesla dürfe nicht pleite gehen, müsse aber auch nicht superprofitabel sein. In diesem April sagte er, wenn nötig könne man Elektroautos zunächst ganz ohne Gewinn verkaufen und später mit Software dafür Geld verdienen. Für oder ab 2024 scheint das bisherige Prinzip „Masse statt Marge“ bei Tesla aber möglicherweise nicht mehr zu gelten.

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Author: Douglas Dudley

Last Updated: 1698372602

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Job: Museum Curator

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